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Historische Plakatausstellung

Wengen

Wengen Tourismus
Wengiboden 1349B
CH - 3823   Wengen
+41 33 856 85 85
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Oben weiss - unten grün

Vom 8. April bis 31. Oktober 2023 findet in Wengen eine Spezialausstellung zu historischen Werbeplakaten des Schweizer Tourismus statt. 40 historische Werbeplakate sind dazu in diversen Schaufenstern und im Aussenbereich ausgestellt. Dazu gibt es viel Wissenswertes zu geschichtlichen Hintergründen zu erfahren. Die Ausstellung kann jeden Tag und zu jeder Zeit besucht werden. Eine detaillierte Broschüre über die Ausstellung erhalten sie beim Tourist Center Wengen.

Die Plakate von Eiger, Mönch und Jungfrau wurden zu Ikonen, die nicht nur für das Lauterbrunnental, Wengen und Mürren, sondern für die ganze Schweiz stehen und das Bild der Schweiz als Reiseziel prägen sollten. 

Tourismusplakate dienten dazu, immer differenziertere Vermarktungsstrategien zu unterstützen, z. B. die im 19. Jahrhundert von den Lokalbahnen immer bessere Erreichbarkeit von Gletschern und schneebedeckten Gipfeln, oder aber farbenfrohe Bilder, die sowohl im Winter als auch im Sommer Bergsport, Erholung und Freizeitaktivitäten illustrieren. Während und zwischen den Weltkriegen richteten sich die Werbeplakate an die Zivilbevölkerung, um die Bergdörfer in Zeiten wirtschaftlicher Not zu unterstützen.

Mit dieser Ausstellung wird die Entwicklung der Plakat­gestaltung aufgezeigt und die Veränderung der Werbebotschaften sichtbar gemacht, die die Schweiz zu einem der international führenden Länder im Bereich der Plakat­gestaltung werden liess. 

UNESCO­Kulturerbe: Im Oktober 2017 wurden das Schweizer Grafikdesign und die Typografie – darunter auch die Plakatgestaltung – in die nationale Vorschlagsliste des immateriellen Kulturerbes der Schweiz der UNESCO aufgenommen und vom Bundesamt für Kultur als eine der «lebendigen Traditionen» der Schweiz anerkannt.

Die 5 Themen

Bei der historischen Plakatausstellung werden insgesamt fünf Themen behandelt. Untenstehend erfahren sie mehr dazu. Ausserdem erhalten sie auf den Links die Details zu jedem einzelnen Plakat.

Thema 1: oben weiss - unten grün

Seit dem 19. Jahrhundert machen sich abenteuerlustige Reisende auf den Weg über die grünen Alpenhänge und bewaldeten Hügel  des Lauterbrunnentals zu den höher gelegenen Dörfern Mürren und Wengen und weiter hinauf zu den herrlichen Naturwundern der  Gletscher und Berggipfel. Die ersten Tourismusplakate von Mürren und Wengen lockten – dem französischen Trend der Zeit folgend – mit Bildmontagen von unberührten Landschaftspanoramen und Dörfern mit «typischen und interessanten» Kulturmotiven Touristen in  die Gegend. Die Berge, die Trachten, die Landwirtschaft und die Architektur wurden in naturgetreuen Bildern und mit kräftigen Farben  dargestellt. Die nachf olgende Generation Schweizer Grafiker liessen ihren eigenen innovativen Stil in die Gestaltung der Tourismusplakate einfliessen. 

Erfahren Sie hier alles zu den einzelnen Plakaten

Thema 2: Reisen mit Komfort

Während sich die frühen Plakate auf die Bequemlichkeit des Reisens durch charmante Dörfer konzentrierten, rückten spätere Plakate die  Vorzüge und Aktivitäten der einzelnen Reiseziele in den Vordergrund. Die mehrteiligen Bildmontagen von Dörfern waren verschwunden und wurden durch menschliche Gestalten als deren heldenhafte Protagonisten abgelöst. Auf vielen Plakaten sind die Reisenden fast allein in einer unwegsamen Landschaft unterwegs, was suggerierte, dass hochalpine Abenteuer nun für alle greifbar seien. Ein neuer, innovativer Schweizer Plakatstil sollte ebenfalls internationale Anerkennung finden. Ferdinand Hodler (1853–1918)  verwendete eine modernistisch beeinflusste Farbpalette, reduzierte Bilder und eine kalligrafische Handhabung der Umrisse, die wiederum viele zeitgenössische Künstler  beeinflusste. In den 1930er Jahren entsteht durch surrealistische Fotomontagen und Collagen ein modernistisches Bild der Schweiz.

Erfahren Sie hier alles über die einzelnen Plakate

Thema 3: Der Spielplatz Europas

Das Buch von Leslie Stephens «Der Spielplatz Europas» (1871) pries die Schweizer Alpen als Sportspielplatz für internationale Gäste an. Hingegen legten die «Grand Hotels» der Jahrhundertwende ihren Fokus auf besonderen Luxus, Komfort und Unterhaltung für ihre   Gäste. Im Bestreben, die wärmeren Monate attraktiver zu gestalten und den Fokus der Urlauber von den Baderegionen weg zu lenken,  wurden in den 1930er Jahren öffentliche Schwimmbäder gebaut. Während sich in den Innovationen von Designern wie Emil Cardinaux, Ernst Otto oder Klara Borter der Einfluss von Hodler in Form von fröhlichen und farbenfrohen Sommerszenen widerspiegelt, profiliert sich der  Avantgardist Herbert Matter mit komplexen Fotomontagen in einem individualistischen, modernistischen Stil. 

Thema 4: Werbung für die Alpen

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten während und zwischen den beiden Weltkriegen lancierte die Schweizerische Verkehrszentrale (SVZ) Kampagnen, um die finanziell gut gestellte Zivilbevölkerung zu körperlichen Aktivitäten in der Natur zu motivieren. Dabei wurde impliziert, dass sich die Bevölkerung dadurch für die kommenden Entbehrungen wappnen konnte, während sie sich auf die  Verteidigung des Heimatlandes vorbereitete und die brachliegende Infrastruktur nutzte. Die Werbeslogans zur Kriegszeit waren bunt und prägnant: 1940: «Chumm mit i d’Winterferie!»; «Gesunde Jugend, wehrkräftiges Volk durch Wintersport»; und 1941: «Innere Kraft durch Winterferien». Ausgebildete Gestalterinnen und Gestalter der traditionsreichen Schweizer Kunstgewerbeschulen machten die Schweiz zu einem der international führenden Länder im Bereich der Plakatgestaltung. 

Erfahren Sie hier alles über die einzelnen Plakate

Thema 5: Erschwingliche Schweiz

Anfänglich konnte sich nur eine kleine Minderheit der Schweizer den Bergsport und Bergferien leisten, da das Konzept «Ferien» die freie Zeit und die finanziellen Mittel der Arbeiter voraussetzte. Um Ferien in den Bergregionen für alle zugänglich zu machen, wurden von  privaten und öffentlichen Organisationen Initiativen gestartet, die die Erschwinglichkeit in den Vordergrund stellten. 1934 produzierten  die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) Plakate mit Angeboten wie: «Sonderrabatt auf Schweizer Billette: Schweizer Skischulen  überall». 1938 bot Hotelplan preiswerte Pauschalangebote an und lenkte die Werbebotschaft auf bezahlbare Ferien. In den 1940er Jahren rief Verkehrsminister Enrico Celio im Rahmen seiner «Bergoffensive» erneut dazu auf: «Macht Urlaub! Schafft Arbeit! Mit  Urlaubsgutscheinen» und lenkte die Werbebotschaft auf erschwingliche Ferien. 

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